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Der neue Planetenweg Allerdings ist
es nur ein erster Teil, ein zweiter wird im nächsten Jahr folgen. Was sich jetzt schon sehen lässt, ist
der Bereich der so genannten „inneren Planeten“. Entlang der Elsenfelder Straße, an Parkplatz und
Schulgelände vorbeiführend, sind da nun Sonne, Merkur,
Venus, Erde und Mars vorgestellt. An jeder der
Planetenstationen steht ein Buntsandsteinfindling, in den eine Bronzegusstafel eingelassen ist, die die
jeweils wichtigsten Daten nennt, ergänzt durch eine Info-Tafel mit weiteren interessanten Aussagen. Die
Größe der Planeten und ihre Entfernung zur Sonne, die den Beginn des Planetenweges markiert, entsprechen
dem Maßstab 1 : 1.000.000.000 (eine Milliarde). Und was das heißt, wird dem Betrachter gleich bewusst,
wenn er in knapp 150 m Entfernung von der mit 1,40 m Durchmesser dargestellten Sonne die Erde in einer
Größe von nur 1,3 cm (als Halbkugel in die Bronzegusstafel eingelassen) vorfindet. Kein Wunder, bedürfte
die Sonne doch 11.930 Erdoberflächen, um bedeckt zu sein. Die Wegstrecke vor Parkplatz und Gymnasium
reicht beim Maßstab von 1 : 1.000.000.000 auch gerade aus, um über knapp 230 m ab der Sonne die
mittleren Abstände des Merkur, der Venus, der Erde und des Mars als dem entferntesten der „inneren
Planeten“ (sein mittlerer Sonnenabstand beträgt 227,9 Millionen km) darzustellen.
Die Stationen der „äußeren Planeten“, also von Jupiter,
Saturn, Uranus, Neptun und Pluto will die „Astronomie-AG“ des Gymnasiums – wie schon gesagt – im
nächsten Jahr aufbauen. Beim vorgegebenen Maßstab werden diese Stationen aber schon sehr weit entfernt
von den doch auf kurzer Strecke relativ konzentrierten inneren Planeten zu gestalten sein. Bis in die
Gemarkungsbereiche Elsenfeld und Kleinwallstadt muss da gegangen werden. Der Planetenweg wird deshalb
auch in seiner Fortsetzung nördlich des Gymnasiums hin zum Fahrradweg geleitet, der entlang der
Bahnlinie verläuft, und auf diesem weitergeführt. An ihm wird etwa 100 m vor seiner Kreuzung mit der
Zufahrt zum Sportgelände des SV 1919 e.V./Betriebsgelände Spall der sonnennächste äußere Planet Jupiter
seinen Platz finden. Auch für den Saturn ist der Aufstellungsort des ihm bestimmten Sandsteinfindlings
schon ausgemacht; er liegt am selben Radweg ca. 100 m vor der Stelle, an der von der Staatsstraße
abzweigend die Acordis-Zufahrt (die so genannte „Südstraße“) an ihn heranführt. Etwa 200 m vor der
Fahrbrücke Elsenfeld-Obernburg wird sich einmal der Uranus-Findling präsentieren – er erhält seinen
Platz zwischen Straße und Bahnlinie etwa auf Höhe der letzten Industriebebauung auf Acordis-Gelände,
Richtung Elsenfeld. Und noch viel weiter weg sind die Situationspunkte von Neptun und Pluto
einzurichten. Neptun wird dort vorgestellt werden, wo im Norden von Elsenfeld der Radweg die Bahnlinie
unterführt und von deren Ostseite auf die Westseite wechselt, beim „Pluto-Stein“ wird schließlich etwa
200 m nördlich der Gemeinschaftskläranlage Bayerischer Untermain der Planetenweg auf Kleinwallstädter
Gemarkung enden.
Diese Entfernungen, die der für den Planetenweg
gewählte Maßstab 1 : 1.000.000.000 kompromisslos einfordert, lassen nicht verwundern, dass die drei
äußersten Planeten Uranus, Neptun und Pluto so weit entfernt ihre Kreise ziehen, dass sie mit dem
menschlichen Auge nicht am Nachthimmel zu sehen sind – das gelingt nur mit Hilfe eines Fernrohres. Das
menschliche Auge vermag dort nur Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn auszumachen.
Und immer noch gibt es die ungelöste Frage, ob hinter
Pluto nicht ein zehnter Planet die Sonne umwandert. Von vielen Fachwissenschaftlern wird ein „Transpluto“
vermutet, nachdem bereits eine Kometenfamilie ausgemacht worden ist, die sich einem solchen Planeten
zuordnen ließe. Gefunden hat man diese „Nummer 10“ allerdings noch nicht. Aber die astronomische
Forschung geht ja weiter - und was heute noch nicht ist, kann noch werden! Vielleicht hat da eine
spätere Schülergeneration einmal die Aufgabe, den „Planetenweg heutigen Kenntnisstandes“ noch um ein
Stück weiterzuführen.
Die Abstände der Planeten von der Sonne, wie sie dem
Planetenweg unterstellt sind, stützen sich auf einen jeweils mittleren Abstandswert. Ihn nutzt man, weil
alle Planeten auf mehr oder weniger ausgeprägter ellipsenförmiger Bahn das Zentralgestirn Sonne
umkreisen und insoweit nie den gleichen Abstand halten. Allerdings gibt es auch da erhebliche
Unterschiede. Die Abstände schwanken teils sehr stark (so beim Merkur zwischen 46 und 70 Millionen km
oder beim Pluto zwischen 4425 und 7375
Millionen
km), sie verändern sich teilweise aber auch nur sehr gering, so
bei der Venus, der Erde und beim Neptun. Die mittleren Abstände von der
Sonne betragen (in Millionen
Kilometern) beim Merkur 57,91, bei der Venus 108,20, bei der Erde 149,60, beim Mars 227,94, beim Jupiter
778,33, beim Saturn 1426,98, beim Uranus 2870,99, beim Neptun 4497,07 und beim Pluto 5913,52. Und aus
Plutos Entfernung ergibt sich auch schon die Länge des gesamten Planetenweges von zukünftig einmal knapp
sechs Kilometern.
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Bilder von der Eröffnungsfeier |