Einweihung Feuerwehrhaus

Funktionell und ohne Schnickschnack

Neues Gerätehaus für Erlenbachs vereinigte Feuerwehr gesegnet und übergeben - 1,5 Millionen Euro Baukosten.

Nach nur zehn Monaten Bauzeit konnten die Erlenbacher Floriansjünger am Samstag ihr neues Feuerwehrhaus beziehen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Durch Eigenleistungen der Wehr konnten rund 60000 Euro gespart werden.

Der Mantel der Geschichte wehe nicht nur über dem Freistaat, sondern auch über Erlenbach, betonte Bürgermeister Michael Berninger. Neben der Fusion der Feuerwehren und der Feuerwehrvereine sei die Übergabe des neuen Gerätehauses das dritte historische Ereignis innerhalb einer Woche.

Wehren packten mit an

Da die beiden bisherigen Domizile der Feuerwehren »Ort« und »Siedlung« nicht mehr zeitgemäß waren, hatte der Stadtrat bereits im Dezember 2002 den Neubau beschlossen. Nachdem die Rahmenbedingungen, wie Standort und Ausführung, abgeklärt waren, wurde Anfang März 2006 mit den Arbeiten begonnen. Der Bürgermeister teilte mit, die Regierung habe zugesagt, sich mit 290000 Euro Zuschuss an den Baukosten zu beteiligen. »Besonders erfreulich ist auch, dass nicht nur die Zusage vorliegt, sondern auch bereits der größte Teil des Geldes bereitgestellt wurde«, sagte Berninger. Die Feuerwehren selbst trugen mit Eigenleistungen im Wert von rund 60000 Euro dazu bei, die Kosten zu senken. Unter anderem deckten sie das Dach, legten die Außenanlage an und erledigten die Tapezier- und Malerarbeiten.

Insgesamt zeigte sich der Bürgermeister überzeugt, dass mit dem Neubau ein funktionelles Haus mit moderner Ausstattung, ohne unnötigen Luxus oder »Schnickschnack« an zentraler Stelle geschaffen wurde. Er lobte auch die kooperative Zusammenarbeit zwischen Stadtrat, Verwaltung und Feuerwehrführung.

Architekt Josef Roth übergibt den Schlüssel an Bürgermeister Michael Berninger

Architekt Josef Roth erläuterte die Ausstattung des Feuerwehrhauses. Neben dem zweigeschossigen Verwaltungsbau, in dem unter anderem Schulungs- und Lehrmittelräume untergebracht sind, befinden sich die Einsatzzentrale, Umkleide- und Sanitärräume und ein Bereitschaftsraum.

v.l.n.r.: 2. Kommandant Marco Schurr, Kommandant Thomas Zimmermann, Architekt Josef Roth, Bürgermeister Michael Berninger

Die Fahrzeughalle bietet Stellplätze für fünf Einsatzwagen. In den Lagerräumen dahinter sind Ausrüstung, Schläuche und Verbrauchsmaterialien untergebracht. In der angrenzenden Waschhalle werden Fahrzeuge und Ausrüstung gewartet und gepflegt. Der Schlauchturm kann auch als Übungsturm genutzt werden. Die Freifläche dienst als Parkplatz und für Ausbildung- oder Übungsveranstaltungen. Auf dem Dach des Gerätehauses wurde eine Photovoltaikanlage montiert.

Kommandant Thomas Zimmermann dankte der Stadtverwaltung für den Neubau. Es soll zukünftig die Basis sichern, dass die Feuerwehr ihren Aufgaben immer gerecht werden und den Bürgern stets die bestmöglichste Hilfe zukommen lassen kann.

Schlagkräftig und motiviert

Landrat Roland Schwing betonte in seiner Ansprache, wie wichtig eine gut ausgerüstete und zeitgemäße Feuerwehr sei. Die neue Unterkunft der Feuerwehr bewertete er als einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Standortqualität.

Auch Kreisbrandrat Karlheinz Brunner betonte die Notwendigkeit des Feuerwehrhauses. Respekt zollte er insbesondere der Schlagkraft und Motivation der Wehr.

Landtagsabgeordneter Dr. Heinz Kaiser lud die Feuerwehrmännern und -frauen für den Mai zu einem Besuch in die Landeshauptstadt ein.

Den Segen für das neue Feuerwehrdomizil erteilten die katholischen Pfarrer Anton Wegstein, Krzysztof Winiraz und ihr evangelischer Amtskollege Pfarrer Jochen Amarell.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Musikkorps unter der Leitung von Horst Müller.

(Artikel aus Main-Echo vom 22.01.07)