Künftig mit vereinter KraftErlenbachs Feuerwehren Stadt und Siedlung fusionieren (Foto: Rolf Witt, zum Vergrößern bitte anklicken)
Als »Hochzeit eines Paares mit beträchtlichem Altersunterschied« bezeichnete Bürgermeister Michael Berninger am Freitag die Fusion der beiden Erlenbacher Feuerwehren »Stadt« und »Siedlung«. Zeitgleich mit dem Bezug ihres neuen Domizils vereinigten sie sich zu einer gemeinsamen Feuerwehr.
Dass es in Erlenbach bisher zwei Wehren mit eigenen Kommandanten gab, sei historisch gewachsen, sagte Berninger. Getrennt durch Feld und Flur hätten sich die beiden Wehren parallel entwickelt. In der »City« sei sie 1901 gegründet worden, zuvor waren die 670 Einwohner in einer Pflichtfeuerwehr organisiert. Berningers Urgroßvater Sebastian Zengel führte als erster Kommandant die Feuerwehr Erlenbach-Stadt. Die Geschichte der Siedlungs-Feuerwehr reicht ins Jahr 1947 zurück. Hier hat sich 1958 auch der Spielmannszug zusammengeschlossen, der heute noch viele Veranstaltungen musikalisch umrahmt.
Monatelang hatte ein Fusionsausschuss mit Vertretern beider Wehren den Zusammenschluss vorbereitet. Mit Beschluss des Stadtrats und der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses wurde nun in die gemeinsame Zukunft gestartet. Bereits eine Woche vor der Dienstversammlung hatten sich die zwei Feuerwehrvereine im Pfarrheim zur Fusion getroffen. Die neue Satzung wurde verabschiedet und einer der beiden Vereine aufgelöst.
Auf der Dienstversammlung am Freitag wurde Thomas Zimmermann zum Kommandanten und Marco Schurr zu seinem Stellvertreter gewählt. Gosbert Scholz ist der erste Vorsitzende des ersten gemeinsamen Feuerwehrvereins, Sven Markmann ist zweiter Vorsitzender. Als Kassenwart wurde Christian Buhleier gewählt. Weitere Funktionen übernehmen David Abb und Konrad Stegmann (Kassenprüfer), Johannes Buhleier (Schriftführer), Alexander Monert (Pressewart) sowie Jörg Frauenfelder und Karlheinz Zöller (Vertrauensleute).
Mit der Fusion der beiden Erlenbacher Wehren sei das Kapitel der getrennten Feuerwehren abgeschlossen und der Zustand im Hauptort entspreche nun den Vorgaben des bayerischen Feuerwehrgesetzes, so Bürgermeister Berninger.
Als »Punktlandung« bezeichnete Kreisbrandinspektor Erich Reis die reibungslose Fusion. »Dass der Zusammenschluss so reibungslos über die Bühne ging, verdient allen Respekt«, betonte Reis. Um auch der Bevölkerung den Zusammenschluss darzustellen zogen die Feuerwehrleute aus Stadt und Siedlung in einem Sternmarsch vor das Rathaus, wo sie sich zu einer Formation vereinigten und gemeinsam ins neue Feuerwehrhaus einzogen. (Artikel aus Main-Echo vom 22.01.07)
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