Neujahrsempfang 2007Großes Ziel: Erlenbach soll familienfreundlicher werden
Bürgermeister Berninger bittet die Bürger bei Neujahrsempfang der Stadt in der Frankenhalle um Mithilfe: »Kreuz durchdrücken, aufrecht stehen, Haltung bewahren, den Rücken nicht vor den Problemen beugen!« Courage, Selbstbewusstsein und Tatkraft beschwor Bürgermeister Michael Berninger vor 300 Gästen beim Neujahrsempfang am Dreikönigstag in der vollbesetzten Frankenhalle.
Nach einer Schweigeminute für die Verstorbenen blickte das Stadtoberhaupt in seiner Bilanz auf wichtige Ereignisse in der Welt und in Deutschland zurück. Nullrunde und Rente mit 67, Schneechaos im März, Weltmeisterschaft mit Kaiserwetter, Badehosenherbst, Mehrwertsteuererhöhung und die Hinrichtung von Saddam Hussein waren seine Themen. Optimistisch bewertete Berninger die Konjunkturentwicklung und sprach vom wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.
Den Kurs vorgegeben
Für die Stadt Erlenbach, den Stadtrat und die Verwaltung sah der Bürgermeister 2006 als arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr. Wichtigstes Ereignis sei die Verabschiedung des Stadtentwicklungsplans gewesen, mit der die Richtung, in die die Stadt Erlenbach gehen wolle, klar definiert worden sei. weitere Höhepunkte bezeichnete er das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft mit Saint Maurice und den 25. Geburtstag der Musikschule. Die Stadtbibliothek wurde zudem 30 Jahre alt. Berninger hob dabei die übergreifenden Veranstaltungen zwischen den beiden städtischen Einrichtungen und ihren Fördervereinen, den örtlichen Vereinen und der Gastronomie hervor. Als oberstes Ziel der Kommunalpolitik nannte er die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität. Er dankte allen, die hierbei die Stadt und die Gesellschaft ehrenamtlich unterstützten.
Ein Schwerpunkt im neuen Jahr ist laut Michael Berninger die Entwicklung Erlenbachs zur Familienstadt. Das städtische Erscheinungsbild solle verbessert, der Mainuferbereich für die Naherholung genutzt werden. In Kürze werde das neue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben. Für die Infrastruktur in der Glanzstoffsiedlung würden erste Pläne vorbereitet. Ein Großprojekt deutet sich für den Bürgermeister mit dem weiteren Um- und Ausbau des Stadtzentrums um Bahnstraße und Rathaus an. Mit der Neuorganisation der Rathausverwaltung und der Schaffung einer zusätzlichen Stelle, die sich intensiv mit dem Thema Wirtschafts- und Standortförderung auseinandersetzen solle, werde ein relativ großer Umbau des Rathauses erforderlich. Berninger appellierte an die Bevölkerung, diese weit reichenden Planungen mit zu tragen. Als weitere Projekte, die nur mit ehrenamtlicher Hilfe bewältigt werden könnten, nannte er die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Mechenhard und den Ausbau der Alten Schule in Streit.
Vorbereitungen für 825-Jahr-Feier
Bereits jetzt beginnen außerdem die Vorbereitungen zur Feier der 825-jährigen Wiederkehr der Verleihung der Marktgerechtigkeit durch Kaiser Barbarossa mit einem Open-Air-Spektakel im August des Jahres 2008. An die Bürger appellierte Berninger, sich in der Kommunalarbeit zu engagieren und sich der Herausforderung als Stadtratskandidat zu stellen.
(v.l.n.r:
Albert Hain, Bürgermeister Michael
Berninger, Werner Waigand, Werner Becker,
Für ihr ehrenamtliches Engagement zeichnete der Bürgermeister von der Freiwilligen Feuerwehr Reiner Becker, Werner Becker, Walter Ebert, Walter Gries, Albert Hain, Klaus Schade, Josef Stegmann, Konrad Stegmann, Werner Waigand und Willi Zimmermann mit dem neu geschaffenen Barbarossapreis aus.
Ihre Neujahrswünsche überbrachten auch die Sternsinger von St. Peter und Paul sowie Pfarrer Jochen Amarell für die Kirchen.
Ein Videofilm von Georg Witkowski ließ die Höhepunkte des Jahres 2006 Revue passieren.
Joachim Hammer und Dieter Schaller umrahmten die Feierstunde mit musikalisch-literarischen Beiträgen. Artikel aus Main-Echo vom 8.1.07
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