Alois Kirchgäßner für Verdienste um Umwelt geehrt

Bei einer Feierstunde in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz hat der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Werner Schnappauf am Freitag den Erlenbacher Altbürgermeister Alois Kirchgäßner mit der Staatsmedaille ausgezeichnet. Die Ehrung wurde »für besondere Verdienste um den Natur- und Umweltschutz, um Gesundheit und Schutz der Verbraucher« verliehen.

In seiner Laudatio würdigte Minister Schnappauf die Initiative Kirchgäßners bei der Gründung des Abwasserverbands Main-Mömling-Elsava (Amme), einem Zusammenschluss von mittlerweile 16 Gemeinden mit rund 85000 Einwohnern, dessen Vorsitz der Geehrte bis Ende 2006 innehatte. »Dies war ein entscheidender Beitrag, um die Vorgaben der Wasserwirtschaft in einem großen räumlichen Zusammenhang vernünftig und wirtschaftlich zu erfüllen.«

Mit dem 1976 in Betrieb genommenen Klärwerk am Standort Elsenfeld seien erstmals Industrie- und Kommunalabwässer gemeinsam geklärt worden. Dieses für den Umweltschutz wegweisende Projekt erfülle einen wichtigen Beitrag zur Reinhaltung des Mains.

Im Jahr 1999 legte Kirchgäßner mit der Einführung der kaufmännischen Buchführung im Abwasserverband den Grundstein für ein modernes Rechnungswesen. Die gemeindlichen Hoheitsaufgaben würden so laut Schnappauf effizient gebündelt: »Somit kann der Verbleib der Trinkwasserversorgung in kommunaler Hand dauerhaft gesichert werden.«

Bei der Feier waren neben den Geehrten und dem Staatsminister diverse Landräte und Bürgermeister Bayerns zugegen, ferner Henning Kaul als Vorsitzender des Landtagsausschusses für Umwelt- und Verbraucherschutz. Außer Kirchgäßner wurden auch Prominente wie Carolin Reiber (für ihre ehrenamtliche Mitarbeit beim WWF Deutschland), Dr. Horst Stern (für seine journalistische Tätigkeit für Umwelt und Natur) oder Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle (für die Initiativen in der Umweltforschung seines Unternehmens) geehrt.

Artikel aus Main-Echo vom 19.3.2007