Wanderung „Am Wasser“

Fotos: Werner Waigand

 

 

 

Über 130 Interessierte begrüßte Bürgermeister Michael Berninger zur traditionellen August-Wanderung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Am Wasser“ stand.

 

 

 

Industriemeister Ludwig Schneider von der Erlenbacher Schiffswerft lieferte viele Informationen zur Arbeits- und Auftragslage. Die Teilnehmer konnten sich beim Gang durchs Gelände ein Bild von den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen machen.

 

 

 

Chronist und Stadtrat Dietmar Andre beleuchtete dann die Entwicklung dieses bedeutenden Unternehmens von den Anfängen auf Wörther Seite bis zur Gegenwart.

 

 

Die nächste Station war dann der so genannte „Tränkmoa“ – ein Ort, an dem sich an Karsamstag 1945 eine Tragödie abspielte. Dietmar Andre schilderte die tragischen Ereignisse, die auch in den von ihm zusammengetragenen Zeitzeugenberichten enthalten sind. Die Broschüre „Das Kriegende in Erlenbach“ ist im Bürgerbüro des Rathauses erhältlich.

 

 

„Den Main erlebenswert machen“ – unter dieser Devise stand der Bericht von Bürgermeister Berninger, der die zukünftigen Planungen entlang des Mains - vor allem die Überplanung der Gärten in den Altdörfern – vorstellte.

 

 

 

Ein unscheinbares Gebäude in den Altdörfern: Was es damit auf sich hat, konnten die Teilnehmer der Wanderung von Geschäftsführer Harald Weiß und Ver- und Entsorger Sven Kullmann vom Abwasserverband Main-Mömling-Elsava erfahren.

 

 

 

Interessantes zu Flora und Fauna berichteten die Umweltbeauftragten Peter Waigand und Uwe Titus – unterstützt von Günther Farka, dem es gelang, die selten gewordene Grüne Flussjungfer nicht nur auf dem Papier, sondern auch in natura zu zeigen.

 

 

Zur Zwischenrast wurde beim Angelsportverein „Gut Fang“ eingekehrt. Bei kühlen Getränken, mitgebrachtem Essen und Informationen durch Michael Kohl zu Fischvorkommen, Mitgliederzahl und Aktionen des Vereins konnte man sich für die weiteren Stationen der Wanderung stärken.

 

 

Warum und in welcher Form 1938 ein großes Areal mit Einfamilienhäuschen bebaut wurde und den Beginn der „Glanzstoffsiedlung“ markierte, erläuterte Dietmar Andre mit vielen Details – auch zum kirchlichen und Vereinsleben. Feldgeschworenen-Obmann Heribert Zöller konnte nun endlich auch den Grenzverlauf zur Wasserstraße „Main“ erklären und Andreas Zimmermann vom Vermessungsamt Klingenberg machte mit seinem Bericht deutlich, welche Aufgaben das Vermessungsamt zu bewältigen hat und durch welche technischen Möglichkeiten mittlerweile eine Vermessung vorgenommen werden kann.

 

 

Weiter ging die Wanderung durch eine Campinganlage zu einem ehemaligen Kiesgrubengelände, aus dem mit viel Einsatz – wie Karl Stegmann erzählte - eine idyllische Seenlandschaft entstanden ist.

Nach Berichten zum Schutzhafen – dem so genannten Winterhafen -, zu Le Corbusier - dem großen Architekten, der in Erlenbach in den 60er Jahren ein Museum bauen wollte – und Ausführungen von Förster Volker Schiller zum Waldbestand kehrten die Wanderer zur Schlussrast in den Bootshafen des Wassersportclubs ein. Hier erwarteten sie ein kleiner Imbiss und kühle Getränke – eine Wohltat nach dieser 5-stündigen Wanderung durch die Erlenbacher Flur. Auch hier im Bootshafen gab es noch viele Informationen durch den Vereinsvorsitzenden Franz Hegmann. Musikalisch umrahmt wurde diese Schlussrast von Roland Wöber am Akkordeon, der mit stimmungsvollen Liedern diesen abwechslungsreichen Tag ausklingen ließ.