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So könnt´s gewesen sein im Jahr 1183
Begeisterter Jubel in Erlenbach am
Samstag bei der Uraufführung
»Hört, hört, seht, seht!« fordert der große Chor gleich zu Beginn der Vorstellung auf dem Barbarossaplatz das Publikum mit kräftigen Stimmen auf. Und wirklich: Es gab viel zu sehen und zu hören bei dem beeindruckenden zweistündigen Spektakel, mit dem die Erlenbacher ihr Barbarossajahr feiern. Seit zwölf Monaten wird überall vor Ort geprobt. Das Musical - Text: Georg Mittendrein, Musik: Irene Budischowsky - fordert alle Talente, die die Stadt glücklicherweise zu bieten hat: Getanzte und gesungene Szenen des »Volkes«, Jahrmarktsspektakel mit Gauklern, Akrobaten und mittelalterlicher Musik, eine beschwingt aufspielende Junge Philharmonie und nicht zuletzt Pferde, Falken und Ziegen. Mehr kann Theater nicht bieten!
"Sie haben Geschichte der Stadt Erlenbach lebendig werden lassen." Michael Berninger, Bürgermeister. Das Stück, das Regisseur Mittendrein für Erlenbach geschrieben hat, wartet mit dankbaren Massenszenen und hübschen Einfällen, allerdings mit eher wenig Handlung auf, die von der Erzählerin (mit raumfüllender Bühnenpräsenz Sandra Lukaschek) mit Zusammenhängen gefüllt wird. Flirt mit rothaarigen Folgen Im Mittelpunkt steht natürlich Barbarossa (stattlich im Auftritt der einzige Profi im Ensemble: Florian Hoffmann), dem die Erlenbacher nach einer Sage die Verleihung des Marktgerechtigkeit und die Befreiung aus der Leibeigenschaft vor 825 Jahren verdanken. Dabei sollen die tapferen Dorfbewohner den Kaiser bei einem Überfall gerettet haben. In dem neuen, nicht immer ganz ernst gemeinten Stück geht die Geschichte aber etwas anders. Die »treuen« Erlenbacher, die sich für den Kaiser wortgewaltig gegenüber den stänkernden Wörther Nachbarn ins Zeug legen, versäumen es vor lauter Kirchweihfeiern, dem Rotbart zu Hilfe zu eilen. Als ihn die Häscher seines Widersachers Heinrich der Löwe (Frank Wunderlich mit schöner Singstimme) im Wald angreifen ist es die mutige und schöne Lisbeth (Sylvia Lehmann), die ihn rettet. Die Erlenbacherin Lehmann, die schon in dem elegant im 30er Jahre Stil swingenden Lied »Morgen« von Barbarossa schwärmt, begeisterte das Publikum mit ihrer hervorragenden Gesangstechnik und romantischen Ausstrahlung. Beim Liebesduett, das sich an einen entzückenden Flirt zwischen Kaiser und Lisbeth anschließt, heißt es »Die Nacht trägt dein Gesicht« - ein Lied, das Lisbeth ein paar Jahre später ihrem Sohn vorsingt - und siehe da, der Sohn hat rote Haare, ein Gag, der der Frage nach der historischen Wahrheit jegliche Verbissenheit nimmt. Stolz sind die Erlenbacher im Stück auf ihren Wein. Stolz können sie aber auch auf die Ensembleleistung sein, die an diesem Premierenabend gezeigt wird. Da klappt alles wie am Schnürchen, bei den Laiendarstellern ebenso wie bei der Musik und den etwas unberechenbaren Auftritten der Tiere. Mal poppig, mal mittelalterlich» Dies ist ein unglaublicher Tag für die Stadt Erlenbach«, rief Bürgermeister Michael Berninger in seiner Begrüßung aus. Er resümierte die Arbeit am Projekt, die viele Kräfte im Ort eingebunden hatte - und alle Beteiligten in rauschhafte Begeisterung versetzte. »Sie haben Geschichte der Stadt Erlenbach lebendig werden lassen«, freute er sich überschwänglich, »und Sie werden nun mit dieser Aufführung selbst Teil unserer Geschichte«, die dank moderner Medien sicher bald weite Verbreitung finden wird. Schauspielerin Irene Budischowsky hat die eingängigen Songs für das Musical geschrieben. Die stimmungsvollen Arrangements Erich Rachors machten daraus eine dramaturgisch durchgehend eingesetzte Unterstützung der Handlung mit Elementen des Pop. Rhythmische Spielereien mit vielsilbigen Wörtern wie »Erlenbach« und »Barbarossa« schufen Lieder, die das Zeug zu Schlagern haben (»Ein Hoch«). Ganz anders klang es, als die in der Region bekannte Gruppe »Vogelfrey und unvuortzaget« aufspielte. Mit ihrer Musik des Mittelalters auf alten Instrumenten begleiteten sie äußerst passend das mehr als halbstündige Kirchweih-Jahrmarktstreiben zu Beginn. Mit Tempo, Witz und Action Die beiden Gaukler (beides stimmgewaltige komische Talente: der Bassbariton Jesus Bodas Fernandez aus Lützelbach/Breitenbrunn und Countertenor Robert Foster aus Großheubach, der auch einen Spitzentanz bot, kündigten dabei eine Sensation nach der anderen an: Jongleure der Barbarossaschule, die Akrocats des TV Erlenbach, zwei Feuerspucker und einen weiteren Tanz der Dorfbewohner. Von Anfang an ging es mit viel Tempo, Witz und Action durch das Stück. »So war es doch, so könnt?s gewesen sein« hieß es dabei immer wieder. Bei so viel buntem Trubel möchte man das wirklich wünschen. Artikel aus Main Echo vom 22.9.2008
Konzertanter Chor mit der Jungen Philharmonie Erlenbach unter Leitung von Bernd Wehle
Konzertanter Chor mit der Jungen Philharmonie Erlenbach
Erzählerin Sandra Lukaschek
Die Wäscherinnen kommen vom Main herauf
Es wird getanzt
beeindruckte Prominenz, MdL Berthold Rüth, Landrat Roland Schwing
gespanntes Publikum
Die Gaukler kommen
Die Jonglier-Akrobaten
Die Gruppe "Vogelfrey und unvourtzaget"
Die Gruppe "Vogelfrey und unvourtzaget"
Die Akrobatik-Truppe
Die Gaukler gehen "kassieren"
Die treuen Erlenbach mit den stänkernden Wörthern
Die "Wäscherinnen" und Lisbeth (Sylvia Lehmann)
Die "Wäscherinnen"
Es kommt zum Streit zwischen den treuen Erlenbach und den stänkernden Wörthern
Die "Stänkerer" ziehen ab
Kaiser Barbarossa (Florian Hoffmann)
Heinrich der Löwe (Frank Wunderlich)
Kaiser Barbarossa
Begeisterung für Kaiser Barbarossa
Erlenbacher Kinder mit Tieren
Aufbruch zur Jagd
Die Häscher jagen Barbarossa
Kaiser Barbarossa wird attackiert
Ein vermummter Reiter rettet den Kaiser
Lisbeth entpuppt sich als Retterin
Der Kaiser erkennt Lisbeth (Sylvia Lehmann)
Das Finale
Das Erlenbacher Wahrzeichen wird übergeben
Ein begeistertes Publikum
Die Verantwortlichen
Abschluss einer tollen Aufführung
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