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Sport
und Wein als Kombi-Angebot Laien als Versuchskaninchen: Bei der Eröffnung des Churfrankensteigs am Mittwochabend konnten Ehrengäste wie Weinkönigin Verena Waigand ihr Geschick beim Klettern in der Felswand erproben. Dass zu keiner Zeit Gefahr bestand, dafür sorgten Mitglieder der Sektion Aschaffenburg des Deutschen Alpenvereins. Zuvor war die weitgehend aus einem Saumpfad und deshalb für Wanderer geeignete Route in den Klingenberger und Erlenbacher Weinbergen ihrer Bestimmung übergeben worden.
Landrat Roland Schwing begrüßte die Initiative der Weinbauvereine beider Gemeinden. Es sei »das erste, große Projekt«, nachdem der Landkreis Miltenberg seine Tourismusstrukturen neu geordnet habe, ein erstes »Produkt«, das es zu vermarkten gelte. Dass an prominenter Stelle Sport und Weinbau miteinander verknüpft würden, sei »einmalig für die Region«. Friedrich Herkert, Initiator des Klettersteigs, hob die Bedeutung des »Weintourismus« hervor. Je vielschichtiger das Angebot sei, desto eher habe die Region Chancen, im nationalen Wettbewerb zu bestehen.
Als Vorsitzender des Klingenberger Weinbauvereins bedankte er sich bei den Stadtverwaltungen, die jeweils 5000 Euro zur Verfügung gestellt hatten, sowie bei seinem Erlenbacher Winzerkollegen Reinhold Hillerich für dessen Einsatz. Klingenbergs Bürgermeister Reinhard Simon sprach von einer für die Region »beispielhaften Kooperation« beider Städte.
Sein Erlenbacher Pendant Michael Berninger wies auf ein weiteres anstehendes Projekt zur Tourismusförderung hin: den Bau des Fahrradwegs zwischen Erlenbach und Klingenberg. Alle zwei Jahren so Berninger, sollen künftig in den Weinbergen Vorhaben zur Steigerung der Attraktivität umgesetzt werden. So sind nun zwei Verbindungstreppen geplant, um die Kletterzone besser an den fränkischen Rotweinwanderweg anzuschließen. "Das ist nichts für Turnschuh-Touristen." Michael Berninger, Bürgermeister.
Dank stattete Berninger den beiden Weinbauvereinen ab. Über 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit hatten deren Mitglieder geleistet, um mit dem Unteren Rötersweg einen alten Pfad wieder begehbar zu machen und den Steig anzulegen. Dabei mussten 250 Eisenstäbe verbaut, 30 Felshaken in die Wand gebohrt und 70 Meter Stahlseil verankert werden.
Mit einem Kletter-Set können die beiden Felspassagen problemlos bewältigt werden. Neben Weinkönigin Verena Waigand wollte sich davon auch Bürgermeister Berninger überzeugen. Nach der Mittwochs-Kraxelei stellte er jedoch auch klar: »Das ist nichts für Turnschuh-Touristen«. Artikel aus Main Echo vom 27.6.2008
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