Ein wahrer Kraftakt für die Frankonia

Baubeginn für eine erweiterte und moderne Sporthalle in Mechenhard - Kosten: rund 1,1 Millionen Euro

 »Der Neubau der Sporthalle ist das wohl größte und wichtigste Projekt in der Geschichte der Frankonia Mechenhard«, sagte Vorsitzender Peter Hainl. Am Freitag feierte der Sportverein mit reger Beteiligung der Bevölkerung den ersten Spatenstich für das Bauvorhaben. Seit dem 1. März 2007 war die Sporthalle wegen akuter Einsturzgefahr der Dachkonstruktion gesperrt. In einer Erstmaßnahme wurde das Dach mit einem Gerüst gesichert und die Verkleidung der Decke abgenommen.

Größeres Spielfeld, mehr Räume

»Nach einer Nutzungsdauer von nahezu 50 Jahren bedarf unsere Halle einer dringenden Generalsanierung«, hatte Vorsitzender Hainl schon vor über einem Jahr angekündigt. Gleichzeitig sollte die Halle den heutigen Anforderungen angepasst werden. Vier Varianten wurden geprüft, bevor der Umbau mit Erweiterung der Halle beschlossen wurde.

Dabei wird die Spielfläche auf 15 mal 26 Meter erweitert und die fest installierte Bühne durch eine mobile ersetzt. Die Halle wird durch zusätzliche Geräteräume, einen Konditionsraum, neue Umkleideräume und Duschen sowie einen Turnschuhgang und ein Foyer erweitert.

Geld aus dem »Katastrophentopf«

Schwierig gestaltete sich die Finanzierung des Vorhabens. Zahlreiche Gespräche führten die Verantwortlichen und wurden sogar in München beim BLSV vorstellig. Nach über einem Jahr sind die Finanzen nun geklärt. Die Baukosten belaufen sich laut Voranschlag auf 1120000 Euro. Übernehmen wird der Landkreis 10000 Euro, die Stadt Erlenbach 311800 Euro und der BLSV 460750 Euro. 63000 Euro erbringen die Frankonia-Mitglieder durch Eigenleistung, die restlichen 40000 Euro sollen durch Spenden finanziert werden. Die Stadt hatte ihren Regelfördersatz von zehn auf zwölf Prozent erhöht und eine Sonderförderung von 175000 Euro zugesagt. Hierzu wurden auch entsprechende Nutzungsvereinbarungen getroffen. Mit Unterstützung von BLSV-Kreisvorsitzendem Ludwig Rittger, Landtagsabgeordnetem Bethold Rüth und dem früheren Landtagsabgeordneten Dr. Heinz Kaiser stimmte der BLSV neben der Regelförderung einem weiteren Zuschuss aus dem »Katastrophentopf« zu. Spontan beteiligten sich auch die jüngsten Vereinsmitglieder an der Hallenfinanzierung. Sina Dostal, Leonie Müller, Eva Kraus, Moni Müller und Magdalena Krämer haben eine Spendenbüchse organisiert und sammeln für die neue Halle.

Bauprojekt mit Symbolcharakter»

Viele Vereinsmitglieder haben die alte Halle gebaut und müssen sich nun von ihr verabschieden«, betonte Architekt Wilfried Stendel. Im Neubau könne man aber auch einen Auftakt zum 100-jährigen Vereinsbestehen sehen, das die Frankonia 2019 feiern wird. Der Baubeginn habe Symbolcharakter und der Neubau eventuell für die nächsten 100 Jahre Bestand.

Als einen »besonderen Tag für die Frankonia« bezeichnete Bürgermeister Michael Berninger den Spatenstich. Er sieht in den Sonderzuschüssen der Stadt eine über den Verein hinausgehende Würdigung.

»Sportstätten sind wichtig«

»Sportstätten sind für die Jugend und die Menschen wichtig«, betonte BLSV-Kreisvorsitzender Ludwig Ritter. Nur dank hervorragender Vorarbeit der Verantwortlichen sei es möglich gewesen, Mittel aus dem Sonderprogramm für Katastrophen zu erhalten, die es sonst nur nach Bränden gibt, waren sich Ritter und Heinz Kaiser einig. Ab dem Frühjahr 2010 soll die neue Frankonia-Halle wieder ohne Einschränkungen für den Spielbetrieb bereitstehen. Die Blaskapelle des Musik- und Gesangvereins Eintracht Mechenhard unter der Leitung von Rainer Full sorgte bei der Feierstunde für den musikalischen Rahmen

Artikel aus Main-Echo vom 6.10.2008