Mit Ruhe und fachlichem Können

Rektor Jochen Reinhold geht in den Ruhestand - Konrektorin Anita Markert lässt sich beurlauben

»Ich hab?s probiert und hab?s net bereut«, bekräftigte Jochen Reinhold bei seiner Verabschiedung. Er erinnerte an seinen Wechsel als Konrektor der Kardinal-Döpfner-Schule in Großwallstadt zum Rektor der Dr.-Vits-Schule, die er seit 1990 leitete. Mit ihm verlässt Anita Markert die Einrichtung, in der sie sich seit 1987 als Konrektorin engagierte. Bis zum Ruhestand bleiben ihr noch einige Jahre. Sie ließ sich bis dahin beurlauben.

(Foto: Ruth Weitz)

Mit Ruhe und fachlichem Können habe sich Jochen Reinhold in die Schule eingebracht, betonte Schulamtsdirektor Klaus Kolb in der Frankenhalle. Der Rektor habe sich den vielfältigen Herausforderungen gestellt und die Dr.-Vits-Schule konzeptionell weiter entwickelt.

Das musikalische Profil der Einrichtung steche besonders heraus. Kolb erinnerte an die Schneewittchen-Aufführung am vergangenen Wochenende. »Es sind göttliche Akteure, die man nicht vergisst«, stellte er fest. Kolb lobte Reinhold für sein Engagement, wie auch Konrektorin Anita Markert, die ihm als Konrektorin zur Seite gestanden hatte.

Bürgermeister Michael Berninger dankte dem Führungsduo für die geleistete Erziehungsarbeit. Beide hätten den Kindern das Rüstzeug vermittelt, um zu tüchtigen Menschen heran zu reifen.

Für den Personalrat wertete Horst Kern die gute Atmosphäre im Kollegium als Parameter für eine erfolgreiche Arbeit in der Führungsspitze. Als Wegbegleiter verabschiedete sich auch Pfarrer Anton Wegstein, der 30 Jahre lang Religionsunterricht in der Dr.-Vits-Schule erteilt hatte.

Konstruktive Zusammenarbeit Die Zusammenarbeit bezeichnete er als sehr konstruktiv. Für den Elternbeirat bedankte sich Petra Krämer, die sich in ihren Abschiedswünschen der Charakterisierung ihrer Kinder für die beiden Pädagogen anlehnte. Der Rektor möge weiterhin so »cool« bleiben und die Konrektorin »lieb und nett«.

Das Kollegium hatte die Abschiedsrede in Liedtexte gepackt, die zu fetzigen Schlagermelodien gesungen wurden. Zum Abschluss wurde das Dreamteam auf die Bühne geholt, um seine Geschenke in Empfang zu nehmen. Beide Pädagogen zeigten sich gerührt, denn auch die Schüler hatten mit bunten, musikalischen Beiträgen das Programm mitgestaltet.

»Ganz langsam wächst ein anderes Bewusstsein für das kostbare Gut Energie«, meinte Markert. Während ihrer Konrektorenzeit sei sie immer von einer positiven Energie inspiriert worden, weil sie aus der inneren Einstellung und dem Umfeld gespeist worden sei.

Jochen Reinhold nutzte die Gelegenheit, allen seinen Wegbegleitern Dank zu sagen. Er zog eine Bilanz seiner Tätigkeit und erinnerte sich an den Zeitpunkt der Entscheidungsfindung, das Amt des Schulleiters in Erlenbach zu übernehmen. Er habe lange gezögert, denn es sei eine besondere Verantwortung, eine so große Schule mit einem besonders hohen Migrantenanteil zu führen. Dass er diese Aufgabe gemeistert und dabei auch noch Freude hatte, daran ließ der scheidende Rektor keinen Zweifel.

Artikel aus Main-Echo vom 31.7.2008