Im hohen Alter selbstbestimmt leben

 

Eröffnungsfeier Dritte Anlage für betreutes Wohnen in Erlenbach - Pflegedienst übernimmt Caritas-Sozialstation

 

Mitten in der Stadt wohnen und bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben, das ist in den betreuten Wohnanlagen in Erlenbach möglich. Am Freitagnachmittag wurde nach nur acht Monaten Bauzeit der dritte Komplex mit insgesamt neun Wohneinheiten in der Hauptstraße 25 übergeben.

 

In einer Feierstunde wurde die dritte betreute Wohnanlage in der Erlenbacher Hauptstraße 25 der Öffentlichkeit übergeben. Die erste Wohnanlage in unmittelbarer Nähe der Caritas-Sozialstation wurde zur Jahrtausendwende fertig gestellt, der zweite Neubau erfolgte 2006. In insgesamt 15 Wohnungen wird dort die Möglichkeit des betreuten Wohnens schon genutzt. Barrierefreie Räume, ein Aufzug und die Option, im Fall der Pflegebedürftigkeit von der Caritas Sozialstation St. Johannes Hilfe zu erhalten, das hat die Menschen bewogen, sich im Rentenalter für diese Wohnform zu entscheiden.

Neun weitere Wohnungen Der Bedarf ist steigend. So haben die Verantwortlichen Hollerbach Bau GmbH aus Hardheim als Investor im Schulterschluss mit der Caritas-Sozialstation St. Johannes als Pflegedienst bereits nach Fertigstellung der zweiten Wohnanlage im Jahr 2006 mit der Planung einer dritten begonnen. Insgesamt 2300 Quadratmeter Wohnfläche mit neun Wohnungen in einer Größenordnung von 50 bis 80 Quadratmetern sind nun fertig gestellt. Sieben davon sind bereits bezogen, eine Wohnung wurde kürzlich veräußert, so dass nur noch eine 50 Quadratmeter große Wohnung im Parterre zum Verkauf steht.

"Alter ist keine Krankheit", sagte Caritas-Vorsitzender Gerhard Schuhmacher bei der Einweihungsfeier am Freitag und betonte, dass der Bedarf, in Würde und selbst bestimmt seinen Lebensabend zu verbringen, mit der Form des betreuten Wohnens erfüllt werde.

Ambulant vor stationär "Ambulant vor stationär", für diese These sprach sich der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Zöller aus. Benno Hollerbach als Vertreter des Investors gab einen Abriss über die Bautätigkeit, der eine Planungsphase von rund zwei Jahren vorausging. In nur vier Monaten sei der Rohbau erstellt worden, acht Monate habe die Gesamtbauzeit betragen. "Wir haben damit die geplante Fertigstellung zum 31. Juli 2009 unterschritten", sagte er.

Familienförderung und ein gesellschaftliches Miteinander, das sei das Ziel des Stadtentwicklungsplans, dem mit dem Bau dieser Einrichtung nachgekommen werde, so die stellvertretende Bürgermeisterin Anne Tulke.

Hilfe bei Bedarf vor Ort Erlenbach biete damit ein ausreichendes Angebot an seniorengerechten Wohnungen. "Alle Bewohner können sicher sein, bei Bedarf auch Hilfe zu erhalten, ohne auf ihre Selbstständigkeit verzichten zu müssen", sagte sie.

Nach dem ökumenischen Segen durch die beiden Pfarrer Franz Kraft und Dr. Gregor Kreile waren die Teilnehmer Gäste beim Umtrunk mit Weck und Worscht im Rahmen des Grillfestes der Caritas Sozialstation St. Johannes.

Artikel aus Main-Echo vom 29.06.2009