Ort der Begegnung und Schmuckstück für das Ortsbild

Nach Sanierung für 270 000 Euro gesegnet und eröffnet - Räume für die Kirchengemeinde

Die Sanierung des schmucken Pfarrhauses im Erlenbacher Stadtteil Mechenhard ist abgeschlossen, Pfarrer Franz Kraft und seine Schwester haben die Wohnung bereits bezogen und sich dort häuslich eingerichtet. Am Sonntag wurden die öffentlichen Räume nun ihrer Bestimmung übergeben und gesegnet. Nach der Kirche zogen die Gottesdienstbesucher begleitet vom Musikverein in die Weinbergstraße, um im Pfarrsaal an der Feierstunde teilzunehmen.

Nutzung dauerhaft gesichert Kirchenpflegerin Helga Becker umriss die Geschichte des Gebäudes, die bis ins Jahr 1865 zurückreicht und auf eine Schenkung des Mechenharders Georg Josef Schmitt zurückgeht. Nach dem Tod von Monsignore Erwin Happ 1998 habe nur noch seine Haushälterin Johanna Schech die Räume genutzt. Nach deren Tod sei das Haus seit April 2003 unbewohnt gewesen.

"Sanierung und nutzen oder verkaufen?" Diese Frage hat laut Helga Becker im Raum gestanden. Viele Überlegungen seien angestellt worden. Letztlich habe es nur eine Lösung gegeben: Sanieren und nutzen. "Nur so konnte unser Pfarrhaus für die Pfarrei Mechenhard und die Kuratie Streit mit ihren rund 1100, beziehungsweise 300 Mitgliedern dauerhaft und ungeschmälert mit allen Optionen für die Zukunft erhalten bleiben", sagte Becker. Sie erläuterte die Konzeption der Räume, die neben dem Pfarrsaal mit Küche im Erdgeschoss und einem Gruppenraum im Untergeschoss eine Wohnung für einen Pfarrer oder eine Pastoralreferentenfamilie im Obergeschoss umfasst.

Nun steht "Gartenarbeit" an Helga Becker dankte allen, die zum Gelingen der Sanierung beigetragen haben. Nach der Segnung lobte Pfarrer Franz Kraft das herausragende Engagement der Kirchenpflegerin: "Ohne Helga Becker würden wir heute nicht hier stehen."

Bürgermeister Michael Berninger bezeichnete die Einweihung der neuen Räume als wichtiges Ereignis auch für die politische Gemeinde. "Es ist eine Stätte, wo Menschen zusammenkommen können", sagte er und wies darauf hin, dass der Beschluss für einen Zuschuss im Erlenbacher Stadtrat einstimmig gefasst worden war. Als nächste Maßnahme stehe die Sanierung des Pfarrgartens an, wenn auch nicht an erster Stelle der Prioritätenliste. Berninger sicherte aber zu, dass die Maßnahme mittelfristig umgesetzt werde.

Gemeinsamkeiten pflegen Für die evangelische Kirchengemeinde überbrachte Sigrid Unkelbach die Glückwünsche zur gelungenen Sanierung und wünschte sich, dass beide Konfessionen in Gemeinsamkeit das pflegten, was sie miteinander verbindet und dennoch das eigene Profil zu wahren. Der offiziellen Feier schloss sich ein Stehempfang zum Plaudern und Gedankenaustausch an.

Artikel aus dem Main-Echo

 

Fotos: Helga Becker