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Am Ende geht für Antonia alles gut aus Edeltraud Glaab liest in der Stadtbibliothek Erlenbach aus ihrem neuen Roman »Durch Feuer und Wasser« Wer als Autor zum Erlenbacher Literaturtreff eingeladen wird, kann sicher sein, dass sich Sascha Papke mit viel Elan und Empathie um das Buch und den Künstler kümmert. Das war auch am Donnerstag nicht anders, als Edeltraud Glaab aus ihrem zweiten Roman las, der vor neun Monaten erschienen ist. »Durch Feuer und Wasser« heißt er und verspricht im Untertitel »Vom Verlieren und Wiederfinden der Liebe« zu erzählen. Sascha Papke nannte die alchemistische Formel »Solve et coagula«, »Löse und binde«, als inneres Band des Romans und bemühte sich spürbar, Grundlinien des Geschehens im Buch positiv hervorzuheben.
Mit einer
PowerPoint-Präsentation stimmt In der Einladung war das Geschehen auf den 170 Seiten des Buches nüchterner skizziert worden: »Antonia von Holtum, Ende dreißig, Juristin und Single, ist auf der Suche nach der idealen Beziehung wiederholt gescheitert. Ein Abend bei Freunden wird für sie zum Anlass, sich aus der Starre ihres bisherigen Lebens zu befreien. Sie wendet sich einem längst vergessenen Traum, der Malerei, zu und eröffnet sich dadurch völlig neue Perspektiven. Die Begegnung mit dem eigensinnigen und freiheitsliebenden Maler Luis Schindler, das Wiedersehen mit dem Arzt Daniel Berghoff und ihre Flucht auf die Insel Sylt bringen Antonia an einen erneuten Wendepunkt in ihrem Leben.« Nebelmeer der Melancholie Da »scheinen sich die Knoten zu lösen«, während in der Ferne das »Meer des Unbewussten« wartet, da heißt es: »Die Tage mit ihm waren wie ein Tanz im Kirschblütengarten«, da gibt es den »Aschenregen der Nacht« und das »Nebelmeer der Melancholie« neben dem »seifigen Geschmack der Einsamkeit«.
Edeltraud Glaab
präsentiert ihren zweiten Roman Zugegeben: Hier scheiden sich die Geister, den einen gefällt das - auch unter den Zuhörern in der Erlenbacher Bibliothek war das so -, den anderen mag das zu gesucht wirken und auch so, als habe man das schon oft so oder so ähnlich oder besser gehört oder gelesen. Aber das muss kein entscheidender Einwand sein, schließlich schreibt Edeltraud Glaab auf ihrer Homepage selbst: »Jeder Gedanke wurde bereits gedacht, jede Erkenntnis vielfach in Worte gefasst« und fragt: »Wozu also sich die Mühe machen, wozu versuchen, es noch einmal aufzuschreiben?« Sie gibt dort die Antwort, die ganz sicher auch für ihr Schreiben gilt: im Leben eine »persönliche Antwort zu finden«. Sonnenuntergang auf Sylt Zur Person: Edeltraud Glaab (Dr. Heinz Linduschka, Artikel im Main-Echo vom 24.01.2009)
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