Beinhofer: Konzept FBI voll gelungen

 

Barbarossa-Schule: Eröffnung der Mensa an der Erlenbacher Hauptschule mit Bitte an den Regierungspräsidenten


Das leibliche Wohl der Schüler an der Barbarossa-Schule ist nun gesichert. Die Stadt Erlenbach eröffnete am Freitag gemeinsam mit Schülern, Elternvertretern und einer Reihe Politikern die neue Mensa an der Hauptschule.

Die Schüler der Ganztagesklassen 5a, 6a und 7a können in dem neuen Anbau ab sofort ihr Mittagessen einnehmen, bevor es am Nachmittag wieder zum Unterricht in die Klassenzimmer geht. In einem angrenzenden Raum ist Platz für die Hausaufgabenbetreuung und Freizeitge-staltung.

Teil der Stadtentwicklung

Bürgermeister Michael Berninger bezeichnete die Investition in den Neubau in Zeiten knapper finanzieller Mittel und zurückgehender Schülerzahlen als weiteren wichtigen Schritt im Sinne des Stadtentwicklungsplans.

 

Begrüßung und Ansprache des Ersten Bürgermeister Michael Berninger

»Unser Ziel ist, die Lebensqualität in Erlenbach nachhaltig zu verbessern. Dazu gehört auch die Familienförderung mit einem entsprechenden Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche jeden Alters«, sagte Berninger, der an die provisorischen Anfänge erinnerte, als die ersten 25 Schüler der fünften Ganztagsklasse im Foyer unterkommen mussten. Mittlerweile nutzen 75 Schüler aus drei Ganztagsklassen die gebundenen Ganztagsform. 125 können insgesamt betreut werden.
Von den Gesamtkosten von über einer Million Euro kam mehr als die Hälfte aus Fördertöpfen der Bayerischen Regierung.

Thema: Standorte erhalten

Berninger nutzte die Gelegenheit des »hohen Regierungsbesuches«, um den Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer auf ein grundsätzliches Problem hinzuweisen: Zielsetzung der Regierung sei einerseits, möglichst viele Hauptschulen an ihrem Standort zu erhalten, andererseits müsse die demographische Entwicklung berücksichtigt werden. Auch Bürgermeister müssten über »ihren eigenen Kirchturm hinausblicken«, denn es gehe nicht darum, Hauptschulen um jeden Preis zu erhalten, sondern darum, den Schülern ein vernünftiges Betreuungsangebot zu bieten.
Nicht ohne Stolz wies er in diesem Zusammenhang darauf hin, mit der Barbarossa-Schule die erste gebundene Ganztagsschule im Landkreis Miltenberg ins Leben gerufen zu haben. . »Vielleicht können wir als Vorreiter in Sachen Verbundschulen anderen Kommunen als Muster dienen«, sagte er. Allerdings müssten die Zuständigkeiten klarer definiert werden: »Wir haben als Stadt die Kompetenz, was Hauptschulen betrifft«, bekräftigte er, »aber wir haben keine Kompetenz auf dem Feld der Pädagogik.«
So stelle Erlenbach der Schule derzeit Sozialpädagogen zur Verfügung. Aber es könne nicht sein, »dass sich ein Stadtrat mit Pädagogik befasst«. Daher appellierte er an den Regierungspräsidenten, Schulen künftig entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre neue Aufgaben bewältigen könnten.

Lob für »Modell vom Untermain«

Beinhofer lobte das »Modell vom Untermain«, in dem Kooperationen mit Schulen aus anderen Gemeinden eingegangen werden. Das Konzept »FBI - Familie, Bildung, Innovation« sei Erlenbach voll gelungen. So hätten sich die Anforderungen an die Schule verändert. Die Erwerbstätigkeit beider Elternteile stelle für viele eine ökonomische Notwendigkeit dar. Familien und Beruf sollen vereinbar sein, Kinder müssten ganztägig betreut werden. »Ihr lernt hier nicht nur, ihr lebt hier auch«, sagte Beinhofer zu den Schülern.

Ansprache des Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer

Die Bezirksregierung will nun in jedem Landkreis ein Dialogforum einrichten, um gemeinsam mit Eltern und Bürgermeistern Lösungen für zukunftsfähige Mittelschulen im Verbund zu finden. Der Regierungspräsident stimmte dem Bürgermeister zu, dass es »klare Regelungen« geben müsse, wie die Verantwortung zu verteilen sei und versprach, seine Bitte mit in den Bayerischen Landtag zu tragen.

Schulleiter Ulrich Wohlmuth freute sich gemeinsam mit seinen »disziplinierten Schülern« über die neuen Räumlichkeiten und dankte schon im Voraus der neuen Betreiberin der Mensa für »gesunde und ausgewogene Mahlzeiten«. Nach der Segnung der Räume und Musik von den Schülern gab es Knobelinchen für alle.

Artikel aus Main-Echo vom 23.1.2010

Die neuen Räumlichkeiten bieten einen tollen Ausblick.

 

Die Segnung der Räume wurde durch Herrn Pfr. Kraft und Herrn Pfr. Dr. Kreile durchgeführt.

 

 

Spendenübergabe durch den verantwortlichen Architekten Michael Schubert
an Schulleiter Ulrich Wohlmuth

 

 

 

Die Schüler der Barbarossa-Schule brachten mit ihrer Aufführung Bewegung in die Feier

 

Bürgermeister Berninger lud anschließend alle Besucher zu heißen Würstchen und Getränken ein, um in gemütlicher Runde zu plaudern. Die Bewirtung übernahm die Betreiberin der Mensa, Frau Silvia Unkelbach mit ihrem Team.

Betreiberin der Mensa, Frau Silvia Unkelbach (2. von rechts)

Mit der Eröffnung der Mensa und der Ganztagesschule wurde ein weiterer Schritt zur Realisierung des Stadtentwicklungszieles, die Stadt Erlenbach a. Main zur Familienstadt auszubauen, verwirklicht.