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Grundkurs "Dramatisches Gestalten" des Hermann-Staudinger-Gymnasiums präsentiert:
"Hexenjagd" von Arthur Miller
Dienstag, 23. November 2010, 19:30 Uhr Einlass: ab 18:30 Uhr
Zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1692 in Salem, einer streng-gläubigen puritanischen Gemeinde in Massachusetts. Junge Mädchen tanzen nachts nackt im Wald, während eine geheimnisvolle Frau Beschwörungsformeln über dem Feuer murmelt. Sie sollen Abigail, einem der Mädchen, zu ihrem Liebesglück mit einem verheirateten Mann verhelfen. Doch die Mädchen werden beobachtet. Abigails Onkel, Pastor Parris, wird Zeuge des nächtlichen Rituals, an dem zu seinem Schrecken auch seine Tochter Betty teilnimmt. Aus Angst vor Strafe verfallen einige Mädchen in eine merkwürdige Ohnmacht. Verfolgen sie damit einen perfiden Plan oder sind sie verhext worden? Wenn ja, von wem? Waren es die anderen Mädchen oder jemand anderes aus dem Dorf? Hexerei ist ein Teufelspakt und darauf steht die Todesstrafe. Unter Druck gesetzt, wendet Abigail die Anschuldigungen gegen andere Bürger der Stadt, besonders gegen Elizabeth Proctor, die Ehefrau ihres früheren Geliebten, John Proctor, den sie um jeden Preis für sich erobern möchte. Doch nicht nur Abigail, sondern viele Bürger Salems nutzen die nun ausbrechende Verfolgungshysterie zum eigenen Vorteil. Salem wird zu einem Hexenkessel der gegenseitigen Beschuldigungen und es kommt zum Finale vor dem Gericht der Obrigkeit. Gelingt es dem Gericht, die Wahrheit herauszufinden und die Mädchen als Betrügerinnen zu entlarven oder werden Unschuldige hingerichtet? Arthur Miller schrieb dieses Theaterstück im Jahre 1953 vor dem Hintergrund der hysterischen Kommunistenverfolgung in Amerika, aber es ist ein Stück über gesellschaftliche Erscheinungen, die zu jeder Zeit immer wieder auftreten können. Er wendet sich gegen ein Klima von Angst und Druck, das Massenwahn, Denunziation, Gesinnungsschnüffelei und Missbrauch politischer Macht erzeugt. Arthur Miller dazu: „Ich wünsche mir die Möglichkeit, ein aggressives Stück zu schreiben. Es sollte aus dem Morast des Subjektivismus jenen einen, ganz bestimmten, schleichenden Prozess ans Licht bringen, durch den sich erweist, dass die Sünde des gesellschaftlichen Terrors darin besteht, den Menschen seines Gewissens zu berauben und damit seiner Persönlichkeit.“ Der Grundkurs „Dramatisches Gestalten“ des Hermann-Staudinger-Gymnasiums präsentiert dieses Stück am 23., 25. und 26. November 2010 in der Erlenbacher Frankenhalle. Es spielen Anja Salomon, Felix Weigand, Katrin Will, Bianca Jung (im Foto hintere Reihe von links), Julia Kehlenbach, Timo Baier, Sabrina Braunwarth, Marlen Bachmann, Melanie Fuchs, Linda Hillerich (davor von links) sowie Sandra Billing, Helena Rothenbücher, Maja Tulke, Tabea Wiechmann (nicht im Bild) unter der Leitung von Martin Lange.
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