|
Die
Nelson Mandela Story
Endlich frei
Schauspiel
mit Musik von Gerold Theobalt
Donnerstag, 28.
Oktober 2010, 20.00 Uhr
Frankenhalle, Erlenbach

Die Lebensgeschichte Mandelas als
Bühnenstück
Gerold
Theobalts geschickt gebautes Mandela-Stück, inszeniert von Barry L.
Goldman, verarbeitet die Biografie des späteren
Friedensnobelpreisträgers und die zynisch-brutale Apartheidpolitik in
Südafrika. Komprimiert werden in Rückblenden und Überblendungen vier
Jahrzehnte auf gut zwei Stunden.
Ein zeitloses Thema: Unterdrückung, Widerstand, Hoffnung, Gesang
vermittelt - aber nicht der Show geopfert wird, aus Mandela wird in der
Inszenierung der Theatergastspiele Kempf kein Musical-Star gemacht.
Im Zentrum steht Nelson Mandela, die Leitfigur für Menschenrechte und
sein Weg vom jungen Anwalt, charismatischer Anführer der
Anti-Apartheid-Bewegung, über den Strafgefangenen, der 27 Jahre seines
Lebens hinter Gittern saß, bis zum ersten schwarzen Präsidenten von
Südafrika. Beeindruckend in jeder Szene ein authentischer Ron Williams,
bekannt für seinen Einsatz gegen Rassismus, der Mandela selbst
kennengelernt hat und dessen Charisma widerspiegelt: kluges, überlegtes
Handeln bei gleichzeitiger Härte, was die Aktionen des African National
Congress (ANC) betrifft.
Highlights sind auch seine mitreißenden Songs wie "Jabavu sleeps" oder
"A message to my people". Mit starker Präsenz zeigt er den
Freiheitskämpfer, unterstützt von seiner Frau Winnie, die schließlich
selbst verschleppt und eingesperrt wird. In einer Gefängnisszene wird
Diana Marie Müllers enorme schauspielerische Qualität deutlich. Von der
lebensvollen, jungen, attraktiven Kämpferin wandelt sie sich im Laufe
der Gefangenschaft zu einer abgestumpften, verbitterten Frau, von Hass
zerfressen - die Leiden der jungen Frau, in Verbannung und Folter
gedemütigt, werden deutlich und berühren. Glaubwürdig auch der Blick
hinter die Fassade der brüchig gewordenen Beziehung zu ihrem Mann, der
in der Isolation nicht gebrochen wird, auch wenn man ihm die vielen
Jahre Haft an seinen eingerostet wirkenden Bewegungen ansieht.
Afrikanische Rhythmen
Ein Bretterverschlag mit verschiebbaren Wänden, mehrere Gitterelemente,
kniehohe Holzsymbole, ein paar magere Baumstämme, hinter denen
afrikanische Trommeln aufgestellt sind - daraus lassen sich, kombiniert
mit guter Lichtführung, die verschiedensten Schauplätze errichten - dazu
der großartige brasilianische Perkussionist Bani Silva Prado, der den
Freiheitskampf mit afrikanischen Rhythmen unterstützt und für dichte
Stimmung sorgt.
(Quelle: Auszüge aus Acher-Rench-Zeitung,
22.9.2009)
Kartenpreise:
22,00 €/19,50 €/17,00 €
Veranstalter:
Landratsamt
Miltenberg, Kulturreferat in Kooperation mit der Stadt Erlenbach a. Main
|